Ein Projekt, das die Entstehung von Elektronikkomponenten von der Idee bis zur Produktion begleitet.
Herausforderung:
Im Automobilbau werden immer mehr elektronische Komponenten verbaut, welche durch Software gesteuert werden. Diese übernehmen einen immer größer werdenden Teil der Funktionalitäten eines Fahrzeugs und ermöglichen es, Funktionalitäten in Fahrzeuge zu verbauen, die auf mechanischem Weg nicht umsetzbar waren.
Auftragsziel war, dem Kunden alle funktionalen Anforderungen an Hard- und Software im Bereich Automotive versionsgenau und zentral zur Verfügung zu stellen.
Besonders im Fokus standen die mannigfaltigen Möglichkeiten, Funktionen und die dazugehörigen Anforderungen zu beschreiben, der Einsatz verschiedener Funktionsversionen in verschiedenen Fahrzeugkonfigurationen sowie die Tatsache, dass viele Funktionen das Zusammenspiel verschiedener Elektronikkomponenten benötigen. Alle diese Punkte bilden ein komplexes und schwer überschaubares Gesamtsystem, welches manuell kaum zu verwalten ist.
Lösung:
Als Basis der Anwendung hat die DAVID GmbH einen hierarchisch organisierten Funktionsbaum implementiert, welcher die Gliederung der Funktionen untereinander darstellt. Jede Funktion wird durch Anforderungen charakterisiert, für diese Anforderungen werden verschiedene Beschreibungsmöglichkeiten angeboten.
Zusätzlich können die Abhängigkeiten der Funktionen untereinander verwaltet und dargestellt werden. Funktionen und Anforderungen unterliegen einem Versionierungsverfahren. Die Freigabe der Funktion erfolgt durch einen rollenbasierten Workflow.
Funktionen können versionsgenau in verschiedenen Fahrzeugen verbaut werden, diese Fahrzeugkonfigurationen unterliegen wiederum einem Versionierungsverfahren. Selbstverständlich kann jede Änderung verfolgt und rückgängig gemacht werden, Mechanismen zur Erhaltung der Konsistenz über verschiedene Fahrzeugkonfigurationen hinweg und übersichtliche Darstellungen der Vernetzungsinformationen sind ebenfalls implementiert.
In den Fahrzeugkonfigurationen werden die Funktionsversionen den konkreten Komponenten zugeordnet. Zu jeder Funktion kann ein Liefertermin hinterlegt und verfolgt werden. Ein Statussystem gibt Aufschluss darüber, wie weit die Umsetzung einer Funktionalität innerhalb eines Fahrzeugs vorangeschritten ist.
Features:
- Eindeutige, versionsgenaue Identifizierung aller Funktionen und Anforderungen
- Versionierungssystem mit der Möglichkeit, Änderungen nachzuvollziehen und zurückzunehmen
- Individuell zusammenstellbare Benutzeroberfläche
- Individuell konfigurierbares Filtersystem
- Versionsgenaue Verknüpfung beliebiger Dokumenttypen zu Funktionen und Anforderungen
- Funktions-Editor:
- Verknüpft Funktionen mit Anforderungen
- Umfangreiche Beschreibungsmöglichkeiten für Anforderungen (Tabellen, Grafiken, Dateilinks, Formeln)
- Editierbare und automatisch gesetzte Anforderungs-Attribute
- Branching (Verzweigung) von Funktionsversionen
- Funktions-Wiederverwendung (Mehrfachreferenzierung)
- Diverse Exportmöglichkeiten, um externe Beteiligte in gewohnter Art mit Informationen zu versorgen (XML, PDF, Excel, RIF…)
- Automatische Generierung von komponentenbezogenen Lastenheften, in denen die Anforderungen aller zugehörigen Funktionen gesammelt werden
- Abbildung der vollständigen Funktionsstruktur in Breite und Tiefe
- Übersichtliche Darstellung des Zusammenhangs von Funktionen/Funktionsversionen zu
- Elektronikkomponenten / Modulen
- Testfällen
- Verantwortlichen Mitarbeitern
- Einzuhaltenden Terminen
Technologien:
JAVA, JEE, Eclipse RCP, RMI, ORACLE, EJB, IBM Websphere Application Server.
Nutzen:
- Zentrale, maßgeschneiderte Funktionsverwaltung über Kataloge und Fahrzeugprojekte hilft bei eindeutiger Identifizierung der Funktionen, bringt Übersicht bezüglich der Zuständigkeit, Termineinhaltung, Status der Umsetzung
- Abbildung komplexer Anforderungen möglich, um Abhängigkeiten zwischen Anforderungen darstellen und nicht-triviale Anforderungen adäquat ausdrücken zu können
- Vereinheitlichung der Prozesse bei der Automobil-Entwicklung: (Definition der Fahrzeugfunktionen, Umsetzung der Funktionen, Überwachung des Umsetzungsfortschritts, Qualitätssicherung) führt zu besserer Vergleichbarkeit der Projekte und schnellerer Orientierung von Mitarbeitern, die zwischen Projekten wechseln
- Steigerung der Geschwindigkeit bei der Entwicklung, da Verwaltungsarbeiten automatisch erledigt werden, keine Reibungsverluste bei Datentransfers von einem Programm zum anderen, schnellere Einarbeitung von Mitarbeitern, die zwischen Projekten wechseln
- Steigerung der Qualität der produzierten Automobile: Übersicht über verbaute Funktionen und einzuhaltende Termine hilft, Ressourcen angemessen zu verteilen, vermeidet so Stress; Zusätzlich ist eine automatisierte Unterstützung der Qualitätssicherung möglich
- Prinzipiell anwendbar für jeden projektgetriebenen Ablauf
- Flexible technische Architektur ermöglicht schnelle und kostengünstige Anpassung an andere Einsatzgebiete und individuelle Kundenwünsche